Style Guide zum Englischen Gentleman

Savile Row

Die Geschichte des Englischen Gentlemans

Der französische Modestil wurde nach der Französischen Revolution unbeliebt und ermöglichte dadurch den Aufstieg des englischen Gentlemans. Die Bevorzugung der einfachen, praktischen Kleidung eines englischen Pagen wurde in ganz Europa stärker angenommen und der aufkommende dreiteilige Anzug wurde geboren. English Squire Aber was ist der englische Gentleman? Der Engländer würde sagen, es sei eine Idee, ein Konzept oder ein Paradigma mit einem Hauch von Bescheidenheit und Selbstironie. In der Geschichte der Männermode hat dieses Konzept Wellen geschlagen, die auch heute noch in der regionalen und kulturellen Mode auf der ganzen Welt spürbar sind. Überträgt man dieses Paradigma auf die Kleidung, kann man einen Hauch von Exzentrizität darin wahrnehmen. Das zugrunde liegende Konzept ist eigentlich ganz einfach: Denke nicht zu viel nach, sondern folge deinen eigenen Besonderheiten. So entwickelst du deinen eigenen Stil aus den Vorstellungen der prächtigen englischen Traditionen. Jedoch gibt es bestimmte Elemente, die die Grundlage deines eigenen englischen Stils gestalten könne

1. Das britische Jackett

Regel Nr. 1 ist das Tragen einer Jacke, die passt. Britische Jacketts haben eine taillierte Silhouette und sind fester gebaut als ihre europäischen Gegenstücke. Die Schulter sollte bequem auf deiner eigenen Schulter sitzen und die Ärmellänge sollte etwa ½ Zoll über der Manschette des Hemdes hervorstehen. Es versteht sich von selbst, dass das Jackett an der Brust nicht einfallen oder spannen sollte. Wenn du zudem ein Jackett mit drei Knöpfen trägst, dann knöpfe nur den mittleren zu. Achte bei der Auswahl der Kleidung darauf, dass das Gewicht dem Klima der Region und den Bedingungen entspricht, unter denen sie getragen wird. Es gibt außerdem individuelle Klamotten britisch-militärischen Ursprungs, wie z.B. der zeitlose Shetland-Tweed, der sofort erkennbar ist.

2. Die Hose

Britische Hosen sind bekannt für ihre höhere Taille und das elegante Bein. Optionale Seitenversteller sind besonders nützlich, um die Silhouette um die Taille herum glatt zu halten. Wenn der Gentleman während seines natürlichen Lebenszyklus „reifer“ wird, wird er Hosenträgerknöpfe zu schätzen lernen. Mehr als nur als Stil-Statement sorgen Hosenträger dafür, dass der Hosenbund ausgerichtet bleibt und dass das Hemd nicht über der Hose hervorbauscht. Side Adjusters Traditionelle Klamotten bestehen aus Kord und Moleskin, welche sehr vielfältig sind. Flanell- und Cavalry-Twills eignen sich in Kombination mit Tweed besonders gut für die urbane Umgebung.

3. Die Weste

Als Favorit des englischen Gentlemans kreiert die Weste eine perfekt geschnittene Silhouette, während sie dem Stilmix Wärme und Farbe beifügt. Wenn du eine Weste trägst, knöpfe niemals den letzten Knopf zu und vermeide das Tragen eines Gürtels, da dies zu einer unansehnlichen Wölbung um die Taille führt. Wir empfehlen Doeskin als klassischen britischen Stoff mit einer langen Tradition. Eine luxuriöse gebürstete, feine, gewebte Wolle mit weichem Griff und glänzendem Fall, die sich den Körperkonturen hervorragend anpasst. Der Begriff „Doeskin“ entstand aus dem ähnlichen Aussehen und Gefühl des Stoffes wie bei der Haut eines weiblichen Hirsches. Heute wird der Stoff idealerweise aus 100% Merinowolle hergestellt und mit einer Köperbindung eng gefräst. Wir bevorzugen Burgunder für Westen, eine unaufdringliche Farbe, die dennoch Eleganz ausstrahlt.

4. Die Schuhe

“Oxfords, not Brogues” ist das berühmte Zitat im Film Kingsman und führt uns zu der wichtigen Auswahl an feinen englischen Schuhen. Oxfords sind die klassischeren Schuhe mit glattem, weichem Leder und können sowohl bei formellen als auch bei legeren Anlässen getragen werden. Brogues sind im Wesentlichen etwas lässigere Oxfords mit ausgefallenen Ösen. “Brogue” ist ein Begriff für einen robusten Bauernschuh und das Wort “bróg” bedeutet auf Gälisch einfach “Schuh”. Damals galten diese Schuhe nur dafür geeignet, sie auf dem Land zu tragen, weil die dekorativen Perforationen das Wasser abfließen ließen. Heutzutage sorgen sie für einen stilvollen und praktischen Schuh, wenn man durch eine durchnässte Stadt läuft. Oxford Brogues

5. Die Accessoires

Es sind oft die kleinen Details, die den britischen Stil verkörpern. Accessoires sind eine Investition auf lange Sicht und können problemlos Anzug und Hemden überdauern, während sie über Jahre hinweg deiner Bekleidung eine dezente Eleganz verleihen. Krawatten: Stell sicher, dass der Knoten bis zum Kragen des Hemdes reicht. Die Regel ist, dass der obere Knopf des Hemdes nicht sichtbar sein sollte. Wenn du eine Krawatte trägst, öffne nicht den oberen Knopf des Hemdes. Solltest du das Gefühl haben, dies zu tun, dann ist die Kragengröße zu klein. Einstecktücher und -schals: Ergänze eher deine Krawatte, anstatt sie damit anzugleichen. Dezente Farbtöne wie Weinrot und Marineblau lassen sich mit den meisten Jacken gut kombinieren. Gürtel: Passe die Farbe des Gürtels an deine Schuhe an. Ein häufiger Fehler ist, dass das Gurtende entweder zu lang oder zu kurz ist. Gürtel mit guter Qualität haben 5 Löcher und wenn die Größe stimmt, solltest du den Dorn der Schnalle im mittleren Loch tragen können. Hosenträger: Marineblau und Flaschengrün sind zwei beliebte Farben, die vielseitig und zeitlos sind.

Fazit

Der Teufel steckt im Detail und es gibt viele andere kleine Einzelheiten, um dein Erscheinungsbild zu vervollständigen. Lust auf eine antike Golduhr, einen Gouverneur Stock aus Messing, einen Regenschirm mit Haken oder einen Zylinder? Wie du dich erinnerst, besteht das Ziel darin, das Konzept englischer Traditionen aufzunehmen, um deinen eigenen einzigartigen Stil zu entwickeln. Wir hoffen, dass dieser Leitfaden dich mit dem nötigen Wissen ausgestattet hat, um dich als feiner englischer Gentleman auf die Reise zu begeben.   Bleibt schick! Euer MAEZU Team